Rezeptoren
G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind eine große Familie mit etwa 800 Mitgliedern, zu der Rezeptoren für Licht, Geschmack und Geruch, aber auch rund 400 Rezeptoren für Transmitter und Hormone gehören. Sie sind die wichtigste Gruppe von Zielstrukturen für Arzneimittel, z. B. für Betablocker, Antihistaminika, Opiate und die neuen Diabetes- und Abnehm-Präparate. Alle GPCRs haben gemeinsame strukturelle Merkmale und ähnliche Aktivierungsmechanismen. Ihre Signale leiten sie an G-Proteine und an β-Arrestine weiter. Darüber steuern sie zahlreiche Körperfunktionen.
Bei ISAR Bioscience verwenden wir biochemische, pharmakologische und mikroskopische Techniken, um die Mechanismen ihrer Funktion und ihr Potenzial für die Entwicklung innovativer Arzneimitteltherapien zu untersuchen. Wir erforschen die Rolle von GPCRs bei Erkrankungen von Nerven-, Immun- und Herz-Kreislauf-Systemen und suchen nach neuartigen Arzneimittel-Kandidaten. Dabei arbeiten wir eng mit der bisherigen AG Receptor Signalling am Max-Delbrück-Centrum in Berlin, dem Rudolf-Boehm-Institut an der Universität Leipzig und dem dort angesiedelten SFB 1423 „Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und -Signaltransduktion“ zusammen.
ISAR Bioscience koordiniert einen europäischen Forschungsverbund zur Entwicklung einer bahnbrechenden Technologie zur Charakterisierung von Arzneimittelkandidaten, die an GPCRs wirken. Das vom European Innovation Council geförderte Pathfinder-Projekt „UniSens“ entwickelt einen neuartigen Assay, der direkt die Aktivierung von GPCRs misst und unterschiedliche Typen der Aktivierung auseinanderhalten soll. Unsere Partner aus Universitäten und Start-ups sind in Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Tschechien und der Schweiz angesiedelt.











