Glück­wunsch an Peter Hege­mann und Georg Nagel zum Medizin-Nobelpreis

Georg Nagel und Peter Hegemann v. links (Foto mit Hilfe von KI bearbeitet)
Georg Nagel und Peter Hege­mann v. links (Foto mit Hilfe von KI bearbeitet)

Glück­wunsch an Peter Hege­mann und Georg Nagel zum Medizin-Nobelpreis

Martin Lohse, Geschäfts­füh­rer der ISAR Bioscience, gra­tu­liert lang­jäh­ri­gen Kooperationspartnern.

Für die Erfin­dung der Opto­ge­ne­tik erhal­ten Georg Nagel von der Uni­ver­si­tät Würz­burg und Peter Hege­mann von der Hum­boldt-Uni­ver­si­tät Ber­lin den Nobel­preis für Phy­sio­lo­gie oder Medi­zin 2026. Sie wer­den gemein­sam mit Karl Deiss­eroth von der Stan­ford Uni­ver­sity ausgezeichnet.

Peter Hege­mann hat in den 1990er-Jah­ren Pro­te­ine gefun­den, mit deren Hilfe Grün­al­gen auf Licht reagie­ren kön­nen. Georg Nagel gelang der Nach­weis, dass es sich bei die­sen Pro­te­inen um Ionen­ka­näle han­delt, die durch blaues Licht ange­schal­tet wer­den kön­nen. Nagel und Hege­mann nann­ten diese Pro­te­ine Chan­nel­rhod­op­sine. Sie ähneln in ihrem Auf­bau und ihrer Licht­emp­find­lich­keit dem Seh­re­zep­tor des mensch­li­chen Auges, dem Rhod­op­sin. Im Unter­schied zum Rhod­op­sin kön­nen Chan­nel­rhod­op­sine jedoch Ionen lei­ten. Karl Deiss­eroth gelang es schließ­lich, diese Pro­te­ine in ein­zelne Ner­ven­zel­len ein­zu­brin­gen und sie gezielt mit Licht zu mani­pu­lie­ren. Das begrün­dete die Opto­ge­ne­tik: die Wis­sen­schaft von der Beein­flus­sung von Ner­ven­zel­len und damit von Wahr­neh­mun­gen und Ver­hal­ten durch Licht.

Georg Nagel erforschte die Eigen­schaf­ten der Chan­nel­rhod­op­sine an der Uni­ver­si­tät Würz­burg, unter ande­rem in dem von Martin Lohse gegrün­de­ten Son­der­for­schungs­be­reich „Regu­la­to­ri­sche Mem­bran­pro­te­ine“ und in dem Trans­re­gio-Son­der­for­schungs­be­reich „Recep­tor Light“ der Uni­ver­si­tä­ten Jena und Würz­burg. Wie so oft bei bahn­bre­chen­der For­schung wurde die För­de­rung von Recep­tor Light frü­her als erhofft ein­ge­stellt – wenige Jahre vor dem Nobelpreis.
Peter Hege­mann forschte in den 1990er-Jah­ren zusam­men mit Martin Lohse am Max-Planck-Insti­tut für Bio­che­mie in Mar­tins­ried. Damals ging es um Rhod­op­sine in Bak­te­rien. In den Jah­ren 2017 und 2018 ent­wi­ckel­ten die bei­den gemein­sam das Kon­zept für ein Bild­ge­bungs­zen­trum in Ber­lin. Unter dem Namen „Ima­ging Inno­va­tion Cen­ter“ soll es im Früh­jahr 2027 am MDC in Ber­lin-Buch eröff­net werden.

Herz­li­che Glück­wün­sche an die bei­den Preisträger!

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