Millionenförderung für neue Therapie gegen Covid-19

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Millionenförderung für neue Therapie gegen Covid-19

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Sieger im Wettbewerb für neue Therapien gegen Covid-19 bekanntgegeben. Ganz vorn mit dabei ist das Verbund-Projekt von rnatics, einer Ausgründung der Technischen Universität München (TUM), und der ISAR Bioscience.

In dem Projekt geht es darum, durch Coronaviren ausgelöste Entzündungen der Lunge wirkungsvoll zu bekämpfen. Dafür wurden an der TUM neuartige Moleküle entwickelt, mit denen sich die Aktivität bestimmter Fresszellen des Immunsystems (Makrophagen) in der Lunge gezielt drosseln lässt.

Das BMBF wird das Vorhaben mit fast sieben Millionen Euro fördern. ISAR Bioscience ist an dem Vorhaben seit 2020 beteiligt und wird über den Förderzeitraum etwa eine Million Euro in das Projekt einbringen. Zunächst wird es darum gehen, Studien zur Unbedenklichkeit des neuartigen Arzneistoffs abzuschließen. Anschließend soll eine erste klinische Studie mit Covid-19-Patienten durchgeführt werden. Im August 2021 hatte die zuständige Aufsichtsbehörde, das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), den Weg für den Abschluss der präklinischen Entwicklung und für erste klinische Prüfungen (Phase 1a/b) freigemacht.

„Der Erfolg im Wettbewerb um neue Covid-Therapien freut uns sehr und zeigt, dass die Gründungsidee von ISAR Bioscience aufgeht, Konzepte aus der Grundlagenforschung zu Start-up Gründungen weiterzuentwickeln“, sagt Professor Martin Lohse, Geschäftsführer des bayerischen Forschungsunternehmens. „Auf Grund langjähriger Vorarbeiten unseres Kooperationspartners Prof. Stefan Engelhardt an den Universitäten Würzburg und TUM steht jetzt eine ganz neuartige Therapie für Covid-19, aber möglicherweise auch für weitere Lungenerkrankungen, vor der klinischen Erprobung. Wir bei ISAR Bioscience beteiligen uns mit großem Enthusiasmus an der Weiterentwicklung dieses vielversprechenden Therapiekonzepts.“