Dege­ne­ra­tive Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Dege­ne­ra­tive Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Kar­dio­vasku­läre Erkran­kun­gen sind die Haupt­ur­sa­che für Todes­fälle und Kran­ken­haus­ein­wei­sun­gen. Oft ent­ste­hen sie über einen län­ge­ren Zeit­raum. Zwei der häu­figs­ten und rele­van­tes­ten Pro­bleme sind der Herz­in­farkt und die chro­ni­sche Herz­in­suf­fi­zi­enz – wobei die Herz­in­suf­fi­zi­enz oft die Folge eines vor­an­ge­gan­ge­nen Herz­in­farkts ist. In bei­den Fäl­len ster­ben Mus­kel­zel­len des Her­zens ab und wer­den durch Bin­de­ge­webe (Fibro­blas­ten) ersetzt, ein Pro­zess, der fach­sprach­lich Remo­de­ling heißt. Er beein­träch­tigt die Fähig­keit des Herz­mus­kels, sich zu zusam­men­zu­zie­hen und führt letzt­lich zu des­sen Ver­stei­fung. Die Fol­gen: Das Herz füllt sich nicht mehr aus­rei­chend mit Blut, der Aus­wurf in den Blut­kreis­lauf erlahmt.

Wir bei ISAR Bioscience ent­wi­ckeln neue Metho­den, um ver­lo­ren­ge­gan­gene Herz­mus­kel­zel­len zu erset­zen und ihre Ver­drän­gung durch Bin­de­ge­webs­zel­len (Fibro­blas­ten) zu ver­hin­dern. Um dies zu errei­chen, ver­fol­gen wir zwei unter­schied­li­che, sich ergän­zende Ansätze:

Zum einen wol­len wir in Koope­ra­tion mit dem Insti­tut für Phar­ma­ko­lo­gie und Toxi­ko­lo­gie der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen (Prof. Ste­fan Engel­hardt) den krank­haf­ten Umbau des Her­zens redu­zie­ren und letzt­lich ver­hin­dern. Dazu set­zen wir gezielt an den gene­ti­schen Mecha­nis­men an, die die­sen Pro­zess steu­ern. Zunächst unter­su­chen wir die Zel­len, die zur Akti­vie­rung der Fibro­blas­ten füh­ren. Im nächs­ten Schritt erfor­schen wir die gene­ti­schen Mecha­nis­men, die unter­drückt wer­den müs­sen, um diese Akti­vie­rung zu redu­zie­ren. Letzt­lich ver­fol­gen wir damit das Ziel, bei Pati­en­ten die gesunde Struk­tur und Funk­tion des Her­zens zu erhalten.

Zum ande­ren suchen wir in Koope­ra­tion mit dem Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum rechts der Isar der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen (Prof. Karl-Lud­wig Laug­witz und Prof. Ales­san­dra Moretti) nach Metho­den, um abster­bende Zel­len durch Herz­mus­kel-Vor­läu­fer­zel­len, die aus Stamm­zel­len gewon­nen wer­den, zu erset­zen. Wir unter­su­chen die Pro­zesse, die es ermög­li­chen, Herz­zel­len aus Stamm­zel­len zu gene­rie­ren. Wir wol­len auch wis­sen, wie sol­che Zel­len in den Herz­mus­kel über­tra­gen und dort inte­griert wer­den kön­nen. Unser Ziel ist die Wie­der­her­stel­lung eines gesun­den Herz­mus­kels. Drin­gend gebo­ten ist dies nach dem Abster­ben von Herz­mus­kel­zel­len, vor allem infolge eines Herzinfarkts.